Arbeitsgruppe für Angewandte Historische Geographie

In der Praxis ist die Trennung zwischen Grundlagenforschung und Anwendung längst obsolet geworden. Seit der Gründung von ARKUM ist AHG daher komplett integriert; der Sprecher ist daher laut Satzung Mitglied des Vorstands von ARKUM.

Mitglied der AHG wird man durch Beitritt in ARKUM (man wird aber in einem eigenen Verzeichnis geführt) und erhält damit alle Leistungen von ARKUM:

Hauptsächliche Ziele der AHG sind

Arbeitsgruppe für Angewandte Historische Geographie im Arbeitskreis für historische Kulturlandschaftsforschung in Mitteleuropa (ARKUM)


Innerhalb der Vereinssatzung von ARKUM wird der angewandten interdisziplinären Kulturlandschaftsforschung eine zentrale Aufgabe zugewiesen. Aus diesem Grund existiert eine eigenständige Arbeitsgruppe für Angewandte Historische Geographie. Diese führt Tagungen durch und publiziert deren Ergebnisse in einer eigene Reihe "Kulturlandschaft. Zeitschrift für Angewandte Historische Geographie".

Das Verhältnis von Anwendung, Anwendungsorientierung und Grundlagenforschung wurde innerhalb der Arbeitsgruppentagung in Aachen März 2005 (siehe Tagungsprogramm) unter dem thematischen Schwerpunkt digitaler Arbeitsweisen betrachtet. In der erfolgreichen und sehr gut besuchten Tagung in Frankfurt im März 2004 (siehe Tagungsprogramm) ist diese Frage am Beispiel des Verhältnisses zwischen Wahrnehmungsgeographie und digitaler Kulturlandschaftserfassung deutlich aufgetreten.

Diese Diskussion muss dringend geführt werden. Die Vorgehensweise und wissenschaftliche Kriterien der Gültigkeit, Zuverlässigkeit und Nachvollziehbarkeit der Grundlagenforschung bieten Qualitätsmerkmale für die anwendungsbezogene Auftragsforschung, die wiederum bedingt durch finanzielle Zwänge seitens Auftraggebern vor oft schwierigen Entscheidungen steht. Da gleichzeitig sehr ambitionierte Projekte in der Anwendung durchgeführt werden, ist auch die Einbeziehung dieser Ergebnisse in die allgemeine Kulturlandschaftsforschung zu verstärken. Hier treten Synergieeffekte auf, aktuell zu beobachten bei Themen der regionalen Identität, der Renaissance des Heimatbegriffes, kulturlandschaftlichen Markierungen, Erhebungen in Kulturlandschaftskatastern und weiteren Fragestellungen.

Den beiden Akteuren, in der heutigen Berufswelt mit überwiegend temporärer Beschäftigung zumeist in einer konstruierten Trennung von „reiner Grundlagenforschung“ und sich allgemeiner gesellschaftlicher Nachfrage stellenden Anwendung, bewussten Defizite in der historischen Kulturlandschaftsforschung müssen als solche benannt werden. Ansonsten droht ein „Stillstand“ bei bestimmten Themen, der gelegentlich auch zu einem „Rückschritt“ wird, wenn bereits bearbeitete und abschließend geklärte Themen nochmals als scheinbaren „Fortschritt“ aufgegriffen werden. Dies wiederum scheint mit einer Unkenntnis bestehender Aktivitäten und erzielter Ergebnisse zusammenzuhängen. Das hängt mit verschiedenen „Szenen“ zusammen. Auf manchen Tagungen und Aktivitäten in den letzten Jahren sind geradezu zwangsläufige Diskussionen aus der Sicht der Arbeitsgruppe zum wiederholten Male geführt worden. Folglich sind die Ergebnisse der Arbeitsgruppe weiter zu verbreiten.

Dies wird momentan vorgenommen, damit erklärt sich der diesbezügliche Arbeitsschwerpunkt. Folgende Aktivitäten stehen an:


Nähere Auskünfte zur Arbeitsgruppe erteilt der 1. Sprecher Dr. Klaus-Dieter Kleefeld, Rathausstraße 13, 51143 Köln, Tel./Fax: 02203-51535 oder der 2. Sprecher Drs. Johannes Renes, Tesselschadestraat 24, NL 3521 XW Utrecht

 

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